Im Nordatlantik sorgen Strömungen dafür, dass frisches Wasser von der Oberfläche in tiefere Wasserschichten kommt. Dadurch wird auch die Tiefsee mit Sauerstoff versorgt, und der ist für Meereslebewesen wichtig zum Überleben.

Das funktioniert laut einer neuen Studie aber immer schlechter. Forschende des GEOMAR-Helmholtz-Zentrums in Kiel haben anhand von Meerwasser-Proben festgestellt: Es dauert heute im Vergleich zu den 1990ern mehr als 15 Jahre länger, bis frisches, sauerstoffreiches Wasser in die tiefen Wasserschichten gelangt. Das ist schlecht für die Ökosysteme dort. Und es schwächt die Fähigkeit der Ozeane, CO2 aufzunehmen, was wiederum den Klimawandel beschleunigt.

Der Grund für die schlechtere Belüftung der Meere ist laut den Forschenden wohl auch der Klimawandel. Der hat nämlich die Nordatlantische Umwälzströmung vor Grönland stark abgeschwächt, und die ist der Hauptmotor für den Wasseraustausch in der Region.