Die Familien werfen dem Hersteller Glenlivet vor, den Kampf gegen die Apartheid für kommerzielle Zwecke auszunutzen. In der Kampagne wurde eine Verbindung zwischen der Bürgerrechtlerin Sophia Williams-De Bruyn und der 18-jährigen Reifezeit eines Whiskys hergestellt. Williams-De Bruyn war 1956 an einem historischen Protestmarsch von rund 20.000 Frauen gegen die Apartheid-Gesetze beteiligt. Sie sagt, dass sie der Nutzung ihres Bildes nie zugestimmt hat.
Die Familien halten außerdem für unsensibel, dass das Erbe der Aktivistinnen mit Alkoholwerbung verknüpft werde: Alkohol wurde in der Kolonialzeit und Apartheid als Instrument der Ausbeutung und Kontrolle genutzt.
Glenlivet hat die Werbung inzwischen zurückgezogen, sich entschuldigt und eine Untersuchung angekündigt.
