Die Hitze in Frankreich hat in einem Zoo dazugeführt, dass Brüten überflüssig geworden ist.

Wegen der erwärmten Böden sind zehn Nilkrokodile ohne jede Bruthilfe geschlüpft. Der Chef einer Krokodilfarm in Pierrelatte in Südfrankreich sagt, dass es das erste Mal war, dass die Eier unter natürlichen Bedingungen ausgebrütet wurden. Er sieht das als Hinweis auf den Klimawandel.

Damit ein Nilkrokodil schlüpft, braucht das Ei mehr als drei Monate lang eine Temperatur von 30 bis 32 Grad. Bisher waren in den französischen Sommern die Nächte so kühl, dass die Krokodileier eingesammelt und in Brutkästen gelegt wurden. In diesem Jahr konnten die Eier aber im Sand bleiben, denn der war durch die Hitze aufgeheizt und speicherte die Wärme auch nachts.

Die Krokodilfarm in Frankreich gibt es seit über 30 Jahren. Dort leben rund 350 Krokodile.