Seit einiger Zeit gibt es aber Kritik an den Arbeitsbedingungen. Der Markt wird in Südkorea von der Firma Coupang dominiert. Ihr wird vorgeworfen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszubeuten, zum Teil bis zur totalen Erschöpfung.
Die BBC berichtet über zwei Todesfälle, die im Zusammenhang stehen mit der Arbeit. Ein 27-Jähriger war zum Beispiel nach über einem Jahr im Nachtdienst tot in seiner Badewanne gefunden worden. Ein staatlicher Krankenversicherer führte das auf Überarbeitung zurück. Laut Medienberichten hatte Coupang noch versucht, die Arbeitsbedingungen des jungen Mannes zu vertuschen. Coupang weist das zurück. Der Konzern verweist darauf, dass er die Arbeitszeit für seine Mitarbeiter auf 52 Stunden in der Woche begrenzt - da liegt auch das gesetzliche Limit.
Südkorea ist bekannt dafür, dass die Menschen dort extrem viel arbeiten. Dort gibt es auch ein eigenes Wort dafür, wenn Menschen infolge von Überarbeitung sterben, an einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall zum Beispiel. Dann ist die Rede von Kwarosa.
