Nachts sind alle Katzen grau - sogar, wenn wir sie durch ein Nachtsichtgerät angucken.

Diese Geräte verwenden Infrarotlicht, das fürs menschliche Auge nicht wahrnehmbar ist. Die so aufgezeichneten Bilder werden dann auf eine digitale Anzeige übertragen und so abgebildet, dass wir sie uns angucken können. Allerdings wird nur zwischen hell und dunkel unterschieden, Farben sieht man nicht.

Forschende aus den USA haben versucht das zu ändern. Dafür haben sie in einem ersten Schritt Bilder mit einer Kamera aufgenommen, die unter der entsprechenden Beleuchtung sowohl die für uns sichtbaren Standard-Wellenlängen als auch die für uns unsichtbaren Infrarot-Wellenlängen aufzeichnen kann. Mit diesen Daten haben sie dann einen Algorithmus trainiert. Der sollte auf diese Weise lernen, Bilder, die sich ihm später nur noch durch Infrarot zeigten, für uns darzustellen - und zwar in Farbe. Das hat auch geklappt. Bis es die ersten Farb-Nachtsichtgeräte gibt, wird es aber noch dauern.

Das Team der University of California Irvine hat seine Pilotstudie im Fachmagazin Plos One veröffentlicht.