Normalerweise wird Glas produziert, indem man Quarzsand schmilzt und in Form bläst. Gedruckt werden konnte Glas auch schon, allerdings mussten die erzeugten Strukturen hinterher nochmal in den Brennofen. Aber jetzt hat ein Forschungsteam der Uni Kiel ein einfaches 3D-Druckverfahren entwickelt, bei dem die Glasobjekte ganz fertig rauskommen.
Ihre Druckertinte ist dabei ein zähflüssiges Gemisch aus Wasser, Bindemittel, Essigsäure und Silikatpartikeln. Beim Drucken wird die erste Schicht der Glas-Tinte in gewünschter Form auf einen Untergrund aufgetragen und dann per Laserstrahl ausgehärtet. Dadurch muss das Glas später nicht mehr gebrannt werden.
Die Forschenden sagen: Mit diesem Verfahren können auch sehr feine Glasstrukturen gedruckt werden - zum Beispiel Mikrolinsen. Und auch Keramik könnte so per 3D-Druck hergestellt werden.
