Deswegen läuft schon länger die Forschung an alternativen Warnmeldern. Vor kurzem haben Forschende vom National Institute of Standards and Technology in den USA ihren Ansatz auf einer Fachtagung vorgestellt. Der nutzt aus, dass sich die Lithium-Ionen-Akkus vor der Explosion aufblähen und - weil die Akkus meist in einem festen Gehäuse stecken - dann ein Ventil für den Druckablass aktiv wird. Dabei entsteht ein Zischgeräusch, so ähnlich wie beim Öffnen einer Cola-Flasche. Die Forschenden haben eine Künstliche Intelligenz darauf trainiert, auf das Geräusch anzuspringen - und zwar auch in lauten Umgebungen. Die KI schafft das in mehr als 90 Prozent der Fälle. Das bringt eine Vorwarnzeit von bis zu zwei Minuten, sagen die Forschenden. Sie glauben, dass so ein Warn-System überall da nützlich sein könnte, wo es viele Akkus gibt, zum Beispiel in Lagern oder Parkgaragen für E-Autos.
Lithium-Ionen-Akkus - etwa in E-Autos - können explodieren und Brände verursachen. Das Tückische daran: Die Feuer sind sofort sehr heiß und qualmen auch nicht erst vor sich hin, so dass Rauchmelder nichts bringen.