"Tut mir leid, ich habe das nicht verstanden." So etwas sagen KIs schon mal. Und eine Literaturwissenschaftlerin fragt sich: Warum dürfen KIs überhaupt "ich" sagen?

Annika Elstermann forscht in Heidelberg zu Science-Fiction-Literatur. Sie hat der Agentur KNA gesagt: Durch das "Ich" könnten KI-Firmen Nähe aufbauen, deshalb sei die Personifizierung strategisch gewollt.

Die Forscherin befürchtet, dass zu viele Menschen ihre Urteilsfähigkeit an die KI abgeben. Bequemlichkeit und vermeintliche Effizienz könnten dazu führen, dass wir immer mehr Entscheidungen der Künstlichen Intelligenz überlassen. Dann seien Erfahrungen und persönliche Werte nicht mehr so wichtig - stattdessen würden intransparente Algorithmen immer relevanter. So wird Verantwortung laut der Forscherin schleichend an Künstliche Intelligenz abgegeben. Deshalb fordert Elstermann, dass Tech-Konzerne und ihre Produkte mehr reguliert werden.

Ansonsten überhöhten und mystifizierten sie ihre Programme - nur um damit mehr Aufmerksamkeit zu generieren und mehr Geld zu verdienen.