Seitdem Cannabis in Deutschland vor zwei Jahren teilweise legalisiert worden ist, sind mehr Menschen wegen der Droge ins Krankenhaus gekommen.

Das schreiben Forscher im Fachjournal Deutsches Ärzteblatt International. Sie haben Daten von über 70.000 Krankenhausaufnahmen ausgewertet, aus der Zeit vor und nach dem neuen Gesetz. Raus kam, dass im Jahr nach dem Inkrafttreten mehr Leute behandelt werden mussten - unter anderem wegen Vergiftungen und Psychosen. Die Autoren halten es für denkbar, dass nach der Teil-Legalisierung mehr Konsumentinnen und Konsumenten auf hochwirksames medizinisches Cannabis umgestiegen sind. Das gibt es z.B. in Online-Apotheken. Darin ist im Schnitt viel mehr vom berauschenden Stoff THC - und damit ist auch das Risiko höher, davon psychische Probleme zu bekommen.

Die Autoren grenzen aber auch ein, dass Ärzte in den Kliniken inzwischen häufiger fragen könnten, ob jemand Cannabis konsumiert hat und die Diagnose dann dazu stellen. Laut den Forschern könnte das die Daten verzerren.