Der LHC in der Nähe von Genf ist der weltweit größte Teilchenbeschleuniger - mit einem Tunnel-Ring von 27 Kilometern Länge.

Doch das Europäische Kernforschungszentrum Cern plant schon eine noch größere Anlage - die soll fast vier Mal so groß werden, mit bis zu 100 Kilometern Tunnel. Im Moment läuft eine Machbarkeitsstudie dazu, für den FCC (Future Circular Collider). Der Leiter der Machbarkeitsstudie, Michael Benedikt, hat der Zeitung Der Standard die Ziele erklärt. Der FCC soll zunächst schon bekannte Teilchen in großen Mengen und sauberem Umfeld erzeugen, damit die Messungen genauer werden. Später soll er dann so ausgebaut werden, dass auch neue Teilchen erforscht werden können - so wie am Vorgänger LHC 2012 das Higgs-Teilchen nachgewiesen wurde. Cern-Physiker Benedikt hofft, dass die neue Maschine unter anderem dabei helfen wird, Dunkle Materie und die Entwicklung des frühen Universums besser zu verstehen.

Die Machbarkeitsstudie für den FCC soll nächstes Jahr fertig sein und auch eine genaue Kosten-Abschätzung liefern. Nach letzten Schätzungen könnten es an die 20 Milliarden Euro werden - zu viel für manche Kritiker.