Sommerlich hohe Temperaturen Ende Juni - das ist im Prinzip nichts Ungewöhnliches. Was wir in Westeuropa aktuell erleben, ist aber kein Sommer mehr, wie er früher einmal war: Der Klimawandel verschärft die aktuelle Hitzewelle deutlich.
Zu dem Schluss kommt das Forschungsprojekt Climameter. Die Forschenden haben die Wetterlage vom 22. Juni analysiert und mit ähnlichen Wetterlagen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verglichen. Solche Wettermuster gab es auch schon früher. Aber: Die Temperaturen liegen heute dabei je nach Region etwa zwei bis vier Grad höher als damals. In Berlin (+1,2°C), Köln (+1,6°C) und Frankfurt (+1,7°C) sind es rund anderthalb Grad mehr, in München (+2,3°C) und Paris (+2,4°C) fast zweieinhalb Grad, in Mailand (+3,8°C) und im spanischen Saragossa (+4°C) rund vier Grad.
Das Team sagt: Dass ähnliche Wetterlagen heute zu deutlich höheren Temperaturen führen, liegt an den zu hohen Treibhausgasemissionen.
