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Ärzte wehren sich dagegen, Sportlerinnen zu behandeln, die für Wettbewerbe einen zu hohen Testosteronspiegel haben.

Der Weltärztebund WMA hat (am 2. Mai) eine Mitteilung veröffentlicht. In der heißt es, Ärzte sollten solche Behandlungen nicht machen, weil es große ethische Bedenken gebe. Letzte Woche hatte der Internationale Sportgerichtshof CAS geurteilt, dass der Leichtathletik-Weltverband von Frauen verlangen kann, ihren Testosteronspiegel zu senken, wenn der zu hoch ist. Das betrifft die Läuferin Caster Semenya. Sie hat hohe Testosteron-Werte. Der Weltverband sieht darin einen unfairen Vorteil anderen Frauen gegenüber. Er will Semenya nur noch starten lassen, wenn sie eine Hormontherapie macht.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat die Kritik des Weltärztebundes daran nochmal genauer erklärt. Er sagte dem australischen Sender ABC, solche Therapien seien ein Verstoß gegen den Ethik-Code. Kein Mediziner dürfe gezwungen werden, Hormonpräparate zu verschreiben, die normale Vorgänge im Körper ändern - nur, weil die Sportregeln das fordern. Montgomery rief Ärzte weltweit auf, sich zu weigern, Sportlerinnen hormonell zu behandeln.