Schon länger mieten deshalb manche Chinesinnen und Chinesen leerstehende, günstige Wohnungen an, um die Asche ihrer verstorbenen Familienmitglieder dort unterzubringen. Durch einen Immobilien-Crash vor ein paar Jahren sind die Mieten stark eingebrochen - um bis zu 40 Prozent.
Von außen sind die sogenannten "Knochenasche-Appartements" zum Teil daran zu erkennen, dass ihre Fenster versiegelt sind. Drinnen werden dann Ritualräume mit Urnen und Porträts der Verstorben eingerichtet.
Das alles verstößt allerdings gegen die geltende Friedhofspflicht. Deshalb verbietet ein neues Gesetz die Asche-Wohnungen jetzt. In chinesischen Social-Media-Kanälen sind allerdings viele skeptisch, wie das Verbot kontrolliert werden soll. Städte wie Schanghai versuchen einen anderen Weg. Sie fördern zum Beispiel Bestattungen auf dem Meer.
