In einem Abschiebelager im US-Bundesstaat Texas hat es einen Masernausbruch gegeben.

Die demokratische Abgeordnete Veronica Escobar, in deren Wahlkreis sich die Einrichtung East Montana befindet, sagt, dass das Lager für mindestens zwei Wochen für Besucherinnen und Besucher geschlossen wird - also auch für Rechtsbeistände.

Aktuell gibt es in der Haftanstalt 14 aktive Masernfälle, 112 Menschen wurden isoliert.

Die Abgeordnete begrüßt, dass der Masernausbruch ernst genommen wird. Andererseits sei sie alarmiert, dass eine vermeidbare Krise Bedingungen geschaffen hat, unter denen Inhaftierte nur virtuell Zugang zu ihren Anwälten haben.

Das Lager wurde letztes Jahr auf einer Militärbasis eröffnet. Etwa 3.000 Menschen kommen dort unter. Inhaftierte berichten von lauten und unhygienischen Unterkünften, in denen sich Krankheiten leicht ausbreiten könnten und die Menschen kaum Schlaf finden.

Das Masernvirus wird über die Luft übertragen und verbreitet sich leicht durch Atmung, Niesen oder Husten einer infizierten Person. Masern galt in den USA seit dem Jahr 2000 als ausgerottet. Letztes Jahr breitete sich die Krankheit in texanischen Gemeinden aber stark aus, besonders im Westen des Bundesstaates.