Das passiert immer im April, und zwar über eine Lotterie. Die Männer sammeln sich zum Beispiel in Turnhallen und müssen eine Karte ziehen. Schwarz heißt kein Militärdienst, rot heißt, dass man eingezogen wird.
Zuletzt hatte es mehrere Zwischenfälle an Thailands Grenze mit Kambodscha gegeben. Deshalb ist die Stimmung bei der Auslosung in diesem Jahr besonders angespannt. Zugleich gibt es aber laut Beobachtern mehr Nationalismus und deshalb mehr Freiwillige, die sich zum Dienst melden.
Wie viele Männer zum Militär müssen, schwankt von Jahr zu Jahr, je nachdem wie der Bedarf bei Heer, Marine und Luftwaffe ist. Wenn sich nicht genug Freiwillige melden, kommt es zum Losverfaren. Der Wehrdienst dauert zwei Jahre, für Hochschulabsolventen nur ein Jahr. Freiwillige bleiben ein halbes Jahr. Für die Zeit gibt es eine Unterkunft und etwas mehr als den Mindestlohn in Thailand.
