Tiefsee-Bergbau könnte lukrativ sein, ist aber sehr umstritten - weil völlig unklar ist, wie er sich auf die Ökosysteme am Meeresboden auswirkt.

Erforscht wird aber eifrig, was sich da unten alles befindet. Ein japanisches Team hat jetzt rund um einen Unterwasserkrater unsichtbares Gold entdeckt - und zwar in erstaunlich hohen Konzentrationen. Anstatt wie in herkömmlichen Goldminen war das Metall nicht in Form von Goldkörnern vorhanden, sondern fest in Pyrit- Kristallen eingeschlossen. Pyrit wird auch Narrengold genannt, weil es genauso glänzt und eine ähnliche Farbe hat wie echtes Gold.

Der Fundort liegt östlich der japanischen Insel Aogashima. Dort gibt es drei aktive hydrothermale Felder am Meeresboden, aus denen heiße, mineralreiche Flüssigkeiten unter der Erdkruste hervortreten. Dort hatten die Forschenden auch schon sichtbare Goldkörner entdeckt. Deshalb haben sie das Pyrit von dort noch mal genauer untersucht.

Die Entdeckung wurde im Fachmagazin Scientific Reports veröffentlicht und könnte Geologen eine neue Möglichkeit geben, vielversprechende Bergbaustandorte weltweit zu identifizieren. Als begehrte Objekte gelten dabei auch Manganknollen.