Tiere
Ameisen-Königinnen betrügen artfremde Männchen
Einige Ameisen-Königinnen sind beim Sex ziemlich clever. Sie lassen sich von artfremden Männchen begatten. Aber nur um unfruchtbare Arbeiter für die eigene Kolonie zu zeugen.
Forscher aus den USA haben dieses Verhalten bei zwei Ameisen-Arten an der Grenze von Arizona und New Mexiko entdeckt. Ihre Studie erscheint heute im Fachblatt Proceedings B der britischen Royal Society.
Darin zeigen sie: Die artfremdem Männchen werden dazu überlistet, ihr Sperma zu verschwenden. Langfristig ergibt sich für sie daraus nämlich ein evolutionärer Nachteil: Ihre Nachkommen sind unfruchtbar, ihre Gene gehen also verloren. Die Männchen bemerken die fremde Herkunft der Königinnen erst während des Geschlechstakts. Dann ist es aber schon zu spät.
Für den fruchtbaren Nachwuchs wählen die trickreichen Königinnen Männchen des eigenen Stamms.
