Quer durch Europa verläuft eine Grenze: Die Krähengrenze.

Das ist eine unsichtbare Grenze, die sich durch mehrere Länder Europas zieht - grob gesagt: in Schottland zwischen den Highlands und Lowlands, zwischen Dänemark und Deutschland, und mitten durch Ostdeutschland, Tschechien, Österreich und durch Norditalien. Und auf der einen Seite dieser Grenze - also in Osteuropa und Nordeuropa - leben die grau-schwarzen Nebelkrähen, und auf der anderen Seite leben die schwarzen Rabenkrähen.

Warum ist das so?

Das hat ein Biologe der Veterinärmedizinischen Uni Wien dem ORF erklärt. Er sagt, dass sich die Krähen während vergangener Eiszeiten entwickelt haben. Dann wurde ihre Population durch die eiszeitlichen Gletscher der Alpen in zwei Gruppen geteilt. Und während dieser Trennung haben beide Gruppen dann ein verschiedenfarbiges Federkleid entwickelt. Heute können grau-schwarze Nebelkrähen und schwarze Rabenkrähen eher wenig miteinander anfangen und vermischen sich selten. Dadurch gibt's die Europäische Krähengrenze bis heute.