Tierschutz

Südkorea verbietet Zucht von Bären für Galle

Südkorea verbietet ab dem neuen Jahr, Bären für die Galle-Produktion zu züchten.

Die Flüssigkeit aus der Gallenblase der Bären wird in der traditionellen Medizin verwendet - vor allem Asiatische Schwarzbären werden dafür gehalten, seit den 1980er Jahren. Das Geschäft ist zwar zurückgegangen, doch in südkoreanischen Zuchtanlagen soll es noch rund 200 Bären geben. Die müssen oft in sehr engen Käfigen leben und Schmerzen beim Galle-Abzapfen aushalten, was Tierschützende schon lange kritisieren.

Schon vor drei Jahren hatte Südkoreas Regierung das Verbot beschlossen. Die Bären sollen den Züchtern abgekauft werden und in Tierschutzgebiete kommen. Weil es Streit um die Höhe der Entschädigungen gibt, zieht sich das Ganze. Die Regierung will den Züchtern jetzt ein halbes Jahr Übergangsfrist geben, die Bären abzugeben - sie dürfen ihnen aber ab dem Jahreswechsel keine Galle mehr abzapfen, sonst gibt es eine Strafe.