Sie spannt vom Hauptnetz aus mehrere gebündelte Fäden, an deren Enden sie eine Art Falle für eine bestimmte Ameisenart installiert. Wenn die Ameisen da reintappen, werden sie über die gespannten Spinnfäden direkt ins Netz katapultiert - wo die Spinne schon auf die Beute wartet.
Dabei nutzt sie aus, dass die Weber-Ameisen eher aggro sind: Wahrscheinlich reagieren sie auf bestimmte Duftstoffe in der Spinnen-Falle, beißen rein und heben drohend den Hinterleib - so lösen sie das Katapult aus.
Das Studienteam schreibt im Fachjournal Current Biology, dass sich die Spinnenart anscheinend auf die eine Ameisenart als Beute spezialisiert hat.
Einen offiziellen Namen hat die neue Spinnen-Art noch nicht, aber die Forschenden haben ihr den Spitznamen "Ballista-Spinne" gegeben - nach einem Katapult aus der römischen Antike.
