Ihr Job ist nicht der schönste, aber sehr wichtig: Tote Bienen im Stock finden und raustragen.

Die "Bestatterbienen" verlieren da keine Zeit. Doch wie erkennen sie ihre Ziele so schnell? Am Verwesungsgeruch kann es nicht liegen - manchmal sind die Bienen noch gar nicht richtig tot. Ein chinesischer Biologe liefert in einer Studie auf dem Portal bioRxiv eine mögliche Antwort. Seine Vermutung: Es liegt an flüchtigen Duftstoffen auf den Bienenpanzern. Wenn die Bienen sterben und ihre Körper kalt werden, müssten automatisch weniger Pheromone frei werden.

Um seine Theorie zu testen, hat der Forscher tote Bienen in fünf Bienenstöcken platziert. Die wurden von den Bestatterbienen spätestens nach einer halben Stunde rausgetragen. Wenn die toten Bienen aber vorher im Labor angewärmt waren, brauchten die Bestatterinnen zum Teil Stunden, um sie überhaupt zu finden. In einem zweiten Versuch legte der Forscher warme, gewaschene Bienen ohne Botenstoffe am Körper in die Stöcke - sie wurden auch schnell entsorgt. Der Biologe schließt daraus, dass die Bestatterbienen vor allem reagieren, wenn sie nichts riechen.