Ein Parasit, der dafür sorgt, dass Mäuse weniger Angst vor Katzen haben - wie praktisch ist das denn? Also für die Katzen.

So funktioniert der von Katzen übertragene Parasit Toxoplasma gondii: Mäuse ändern ihr natürliches Verhalten gegenüber Katzen und werden leichte Beute. Ein Wissenschafts-Team der Uni Genf hat sich das jetzt genauer angeschaut. In mehreren Tests zeigte sich, dass infizierte Mäuse prinzipiell wagemutiger wurden. Die Verhaltensänderung bezog sich also nicht nur spezifisch auf Katzen, wie bisher angenommen. Gesunde Mäuse waren in den Tests defensiv und vorsichtig, infizierte Mäuse preschten in Gefahrensituationen vor, wenn zum Beispiel ein Mitarbeiter plötzlich seine Hand in den Käfig hielt. Die infizierten Mäuse waren außerdem neugieriger und verbrachten mehr Zeit im Freien.

Die von dem Parasiten ausgelöste Krankheit Toxoplasmose gibt es auch bei uns Menschen. Experten gehen davon aus, dass möglicherweise bis zu 30 Prozent der Menschen die Infektion haben, ohne es zu wissen, weil Symptome oft ausbleiben.