Was Haustierbesitzer lange wussten, bestätigt ein irischer Forscher von der Maynooth University jetzt im Fachmagazin PLOS One.
Er hat für die Studie 975 Menschen in Großbritannien befragt. Rund ein Fünftel derjenigen, die sowohl einen Menschen als auch ein Haustier verloren hatten, sagen: Der Tod des Tieres war schmerzhafter.
Konfliktfreies Familienmitglied
Andere Studien haben gezeigt, dass das vor allem an der engen emotionale Bindung liegt, die wir zu Haustieren aufbauen: Für viele sind sie vollwertige Familienmitglieder - oft konfliktfrei, konstant präsent und zentral für den Alltag.
Rund ein Drittel der Befragten hatte schon ein geliebtes Haustier verloren - und lange mit der Trauer zu kämpfen. Bei 7,5 Prozent war sie so stark, dass sie Kriterien einer sogenannten anhaltenden Trauerstörung erfüllte.
Trauer soll klinisch ernst genommen werden
Betroffene leiden dann unter intensiven Gefühlen, die sie kaum alleine bewältigen können und können auch Schwierigkeiten haben, den Tod zu akzeptieren.
Medizinisch anerkannt ist eine Trauerstörung bisher aber nur, wenn ein nahestehender Mensch gestorben ist. Der Studienautor fordert das zu ändern und die Trauer nach dem Verlust eines Haustiers in Zukunft auch klinisch ernst zu nehmen.
