Lachgas steht aktuell vor allem als Droge in den Schlagzeilen. Es ist aber auch ein klimaschädliches Treibhausgas - das drittwichtigste nach Kohlendioxid und Methan.

Und das Problem: Die Menschheit produziert immer mehr davon. In den letzten 40 Jahren sind die Lachgas-Emissionen um rund 40 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Analyse des Global Carbon Projects. Das liegt vor allem an der Landwirtschaft - sie ist für fast drei Viertel (74%) des menschlichen Lachgas-Ausstoßes verantwortlich: Wird mehr Gülle und Dünger auf die Felder gebracht, als von den Pflanzen aufgenommen werden kann, kann sich das direkt in Lachgas verwandeln oder später indirekt in die Atmosphäre gelangen.

Im Moment gibt es keine Technologien, um Lachgas aus der Atmosphäre zu entfernen. Die Autorinnen und Autoren der Studie sagen, dass deshalb die einzige Lösung ist, die Emissionen zu reduzieren - etwa indem Düngemittel effizienter eingesetzt werden.

Matthias Wurms, Wissensnachrichten
"Die Forschenden sagen: Wenn wir die weltweiten Klimaziele einhalten wollen, dann muss der Lachgas-Ausstoß runter. Und das geht eben vor allem, indem wir gezielter düngen. Das hätte auch den Vorteil, dass weniger Lachgas auf natürlichem Wege entstehen kann, weil weniger Stickstoff in den natürlichen Kreislauf kommt."