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Im Frühjahr gab's im türkischen Marmarameer eine große Schleimplage.

Inzwischen ist die gräuliche Masse zwar abgesunken und von der Oberfläche verschwunden, aber die Plage ist immer noch da. Forschende vom Marmara-Überwachungsprojekt sagen, dass in dem Mittelmeer-Gebiet inzwischen 60 Prozent der Spezies verschwunden sind.

Der Schleim wird von bestimmter Algen ausgeschieden, die sich bei hohen Temperaturen und durch Abwässer vermehren. Darunter leiden besonders Organismen auf dem Meeresboden. Muscheln wachsen langsamer, Korallen können kein Wasser mehr filtern. Und so verschwindet auch Zooplankton und damit Fische, die sich davon ernähren.

Die Forschenden schätzen, dass sich der Schleim in den nächsten Monaten wieder sichtbar ausbreitet. Sie warnen vor einer Ausbreitung auf das Schwarze Meer und die Ägäis und vor irreversiblen Schäden. Das Marmarameer bezeichnen sie schon jetzt als totes Meer.