Das Verbot hatte die türkische Regierung verhängt. Sie will damit -Zitat- 'normale Geburten' fördern und die Geburtenrate ankurbeln. Denn während Frauen nach einer vaginalen Geburt recht schnell wieder schwanger werden können, wird ihnen nach einem Kaiserschnitt meist eine längere Zeit zur Heilung empfohlen.
Mehrere Ärzte und Geburtshelferinnen haben jetzt Geldstrafen bekommen - weil sie trotz des Verbots geplante Kaiserschnitte durchgeführt haben sollen, beziehungsweise dabei geholfen haben. Türkische Medien berichten, dass einige auch erst mal gar nicht mehr arbeiten dürfen und Fortbildungen machen müssen.
Das Verbot sorgt für viel Kritik. Einige Ärztinnen zum Beispiel werfen der türkischen Regierung vor, Frauen dadurch unter Druck zu setzen, möglichst schnell weitere Kinder zu bekommen. Menschenrechtsgruppen hatten schon mehrmals zu Protesten aufgerufen.
