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Radrennen anzuschauen, kann streckenweise ziemlich langweilig sein.

Außer man interessiert sich für die Landschaft - so wie eine Gruppe belgischer Wissenschaftler. Die hat sich die Übertragung der Flandern-Tour angeguckt und zwar jede Aufnahme der letzten fast 40 Jahre. Alles im Auftrag der Forschung.

Denn so konnten sie studieren, wie sich das Klima in der Zeit verändert hat. Die Flandern-Tour startet in der Regel Anfang April. Die Forscher stellten fest, dass in den ersten Jahren nur selten Bäume und Sträucher Blätter hatten. Das änderte sich ab 1990: Da war die Strecke oft schon ziemlich grün. Das liegt daran, dass die Durchschnittstemperatur in Flandern gestiegen ist - seit 1980 um 1,5 Grad Celsius.

An solche Langzeit-Daten zu kommen ist laut den Forschern gar nicht so einfach. Sie empfehlen auch anderen Klima-Forschern, Fernseh-Aufnahmen zu nutzen - dann könnte man zum Beispiel vergleichen, wie sich fremde Arten ausgebreitet haben oder Pegelstände von Flüssen und Seen verändert haben.