Vom Fussballfeld bis ins Fitnessstudio sieht man sie überall am Körper kleben: Sogenannte Kinesio-Tapes. Und auch in der Physiotherapie und in Arztpraxen werden die bunten, selbstklebenden Pflasterstreifen immer beliebter.
Sie sollen Muskeln, Gelenke und die Beweglichkeit unterstützen, Schmerzen lindern und die Durchblutung verbessern. Eine neue Überblicksstudie im British Medical Journal lässt jetzt aber vermuten: Kinesio-Tapes haben kaum Wirkung. Bei Schmerzen helfen sie wohl nur kurzfristig, und auch das nicht in allen Fällen. Auch in Sachen Beweglichkeit kann man laut der Studie keine eindeutige Wirkung nachweisen. Die Forschenden sagen aber auch: Es gibt nur wenig gute wissenschaftliche Daten zu Kinesiotapes, deshalb kann man keine eindeutige Empfehlung aussprechen.
Kinesio-Tapes wurden übrigens in den 1970er Jahren von einem japanischen Chiropraktiker entwickelt. Sie bestehen aus Baumwolle und einem Acrylkleber und sind sehr dehnbar.
