Die Schrumpfung ist eine Überlebensstrategie für die kalte Jahreszeit, wie ein Forschungsteam in einem Fachmagazin berichtet. Denn anders als etwa Igel oder Bären halten Maulwürfe keinen Winterschlaf, um Energie zu sparen. Wegen ihres besonders hohen Stoffwechsels müssen sie auch in der knappen Jahreszeit ständig fressen. Um wenigstens etwas weniger Energie zu verbrauchen, schrumpfen bei Europäischen Maulwürfen aber innere Organe, Gehirn und sogar der Schädel im Winter - um später, ab dem Frühjahr, wieder zu wachsen.
Die Forschenden haben das an toten Maulwürfen aus Museen überprüft, die zu verschiedenen Jahreszeiten gestorben waren. Demnach waren Gehirne und Schädel der Tiere zu Beginn des Winters um im Schnitt elf Prozent kleiner als im Sommer davor.
Das Phänomen der schrumpfenden Köpfe war schon von Spitzmäusen und Wieseln bekannt. Es wird auch Dehnel-Effekt genannt.
