Wer es mit der Fußball-WM ernst meint, ist wegen der Spiele mitten in der Nacht vermutlich ziemlich gerädert.

Dieser Schlafmangel ließe sich sogar in der Spucke der Betroffenen nachweisen. Das hat ein Forschungsteam der Uni Zürich herausgefunden. Es schreibt in einer Studie, dass eine einzige Speichelprobe reicht, um den Schlafmangel nachzuweisen. Das haben Schlafexperimente mit 20 Teilnehmenden gezeigt. In den Proben haben die Forschenden Biomarker für starke Übermüdung identifiziert. Das in Körperflüssigkeiten nachzuweisen war bis jetzt nicht möglich gewesen.

Die Methode könnte in Zukunft dabei helfen, die Sicherheit im Straßenverkehr und in sicherheitskritischen Berufen zu erhöhen. Dazu wollen die Forschenden weitere Alltags-Situationen erforschen. Langfristig könnte daraus ein Schnelltest entstehen, der direkt vor Ort einsetzbar ist, um Übermüdung objektiv nachzuweisen.

Schlafprobleme sind weit verbreitet. In Deutschland schläft laut aktueller Umfrage des Robert Koch-Instituts (RKI) mehr als jeder dritte Mensch schlecht.