An den Fingern wird's draußen schnell kalt, wenn wir reingehen, werden die Wangen wärmer. Solche Temperaturreize stärken unsere Körperwahrnehmung. Deswegen stärkt auch eine wärmende Umarmung das Bewusstsein für unseren eigenen Körper, schreiben Forschende in einer neurowissenschaftlichen Übersichtsstudie im Fachmagazin Cognitive Science.
Bei Umarmungen werden Signale über Nervenbahnen an eine Hirnregion gesendet, die mit der Regulierung von Emotionen und mit einem Sicherheitsgefühl zutun hat. Gleichzeitig schüttet eine Berührung das als Glückshormon bekannte Oxytocin aus und senkt das Stresslevel.
Die Forschenden sagen, dass eine Umarmung sowohl die soziale Bindung stärkt als auch das eigene Körperbewusstsein. Insgesamt könnten Wärme und Kälte bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen helfen, denn zum Beispiel Essstörungen, Depressionen oder Ängste treten oft in Zusammenhang mit einer veränderten Körperwahrnehmung auf.
