Das ist aber wohl vorbei, wie eine Umfrage unter rund 1.000 Leuten zeigt, die das Meinungsforschungsinstitut Allensbach im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung durchgeführt hat. Nur noch knapp ein Drittel der Befragten halten Berlin für eine faszinierende Metropole; in einer Umfrage vor zwanzig Jahren waren es noch doppelt so viele. Attraktiver finden viele inzwischen Hamburg und München. Den Spitzenplatz belegt Berlin dagegen als die Stadt, in der die Befragten auf keinen Fall leben wollen. Als Berlins Stärken nennen die Teilnehmenden die vielen unterschiedlichen Geschäfte und Restaurants, das Kulturleben und die Geschichte. Hauptprobleme seien Kriminalität, Drogen, Obdachlosigkeit, Armut und dass manche Stadtteile so heruntergekommen sind.
Wer in Berlin wohnt, sieht das in der Umfrage kritischer als der Rest. Das ist laut den Fachleuten ungewöhnlich, und auch problematisch: Denn wer sich nur wenig mit der eigenen Stadt identifiziert, engagiert sich weniger vor Ort.
