Eine Befragung des Sinus-Instituts im Auftrag der Krankenkasse Barmer zeigt: Letztes Jahr hielten nur noch vier von zehn Jugendlichen das Thema für sehr wichtig. 2021 waren es noch rund sechs von zehn. Gleichzeitig stieg der Anteil derer, die das Thema als unwichtig bewerten, von neun auf 17 Prozent.
Auch die Angst vor dem Klimawandel ist geringer geworden. 2025 sagten 31 Prozent, sie hätten persönlich große Angst vor dem Klimawandel. 2021 waren es noch 39 Prozent. Gleichzeitig gaben 22 Prozent an, keine Angst zu haben - 2021 waren es 14 Prozent.
Für die Studie wurden zwischen dem 16. Oktober und dem 20. November bundesweit online 2.000 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren befragt.
Dass das Thema für viele an Bedeutung verliert, heißt aber nicht, dass sich die Lage entspannt hat. Im Gegenteil: Kein Kontinent erwärmt sich so schnell wie Europa. Das zeigt der aktuelle Bericht der Weltwetterorganisation über den Zustand des Klimas in Europa.
Seit den 1980er-Jahren hat sich Europa doppelt so schnell aufgeheizt wie die Erde insgesamt. Letztes Jahr gab es unter anderem einen starken Rückgang der Schnee- und Eisbedeckung, dazu Dürren, Hitzewellen, Waldbrände und eine Rekord-Erwärmung der Meere.
