Bei der Fischerei mit Grundschleppnetzen schleifen Schiffe schwere Netze über den Meeresboden. Das zerstört wichtige Lebensräume im Meer und belastet das Klima stark.

Eine Studie im Fachmagazin Ocean & Coastal Management zeigt, dass dabei im Sediment gespeicherter Kohlenstoff freigesetzt wird – allein in Europa im Schnitt rund 112 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.

Laut der Studie übersteigen die gesellschaftlichen Kosten die Gewinne dieser Fischerei um ein Vielfaches: Während die Industrie jährlich etwa 180 Millionen Euro verdient, entstehen Schäden von bis zu 16 Milliarden Euro.

Besonders kritisch: Rund ein Viertel der Grundschleppnetz-Fischerei in Europa findet laut Analyse in Meeresschutzgebieten statt – auch in Ländern wie Deutschland, Frankreich oder Spanien.

Die Forschenden fordern deshalb, dass diese Fangmethode in Schutzgebieten verboten und insgesamt deutlich reduziert wird.

Griechenland und Schweden haben schon angekündigt, Grundschleppnetze dort bis 2030 verbieten zu wollen. Das entspricht auch dem generellen Aktionsplan der Europäischen Kommission.