Schmerzmittel, Koffein, Kokain:

Vor kurzem haben Forschende bei Stichproben einen ziemlichen Chemiecocktail im Blut von Haien vor den Bahamas entdeckt. Offenbar kein Einzelfall. Vor der brasilianischen Küste hat ein Team in den Gehirnen von Hammerhaien ein weitverbreitetes Antidepressivum (Sertralin) nachgewiesen, das über ungeklärtes Abwasser ins Meer gelangt. Darüber berichten die Forschenden im Wissenschaftsportal The Conversation.

Bei Zebrafischen wurde schon nachgewiesen, dass der Stoff neurologische und hormonelle Störungen hervorrufen kann. Die Forschenden schreiben, dass dringend erforscht werden muss, ob er auch bei Haien zu Verhaltensveränderungen führen kann.

Die Forschenden schreiben, dass die Bucht vor Rio de Janeiro zu den verschmutztesten Küstenregionen der Welt gehört. Die Kläranlagen müssten dringend modernisiert werden, damit Medikamentenrückstände nicht ins Meer gelangen.