Der ist rund 1000 Jahre alt und zeigt entsprechende Symptome von Altersschwäche, mit fast 10.000 Löchern. Dass das Kunstwerk trotzdem auf Reisen ging, war politisch gewollt: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte das durchgesetzt - als Geste der Freundschaft gegenüber Großbritannien. Dort soll der Teppich ab September im British Museum in London ausgestellt werden.
Der Teppich zeigt auf knapp 70 Metern Länge die Geschichte von Wilhelm dem Eroberer. Dessen Herrschaft startete in der französischen Normandie, später wurde er König von England. Wilhelm hatte damals im Jahr 1066 auch den Ärmelkanal überquert - nur auf Schiffen und mit vielen Kriegern.
Der Teppich gehört zum Unesco-Welterbe. Um ihn beim Transport zu schützen, wurde viel Aufwand betrieben - unter anderem durch einen Behälter, der Luftfeuchtigkeit und Temperatur konstant hält. Die britische Regierung hatte außerdem einen Versicherungsschutz versprochen, in Höhe von umgerechnet rund 900 Millionen Euro.
