Bis Ende Mai kann man mit dem Smartphone vor dem ungarischen Parlament sogenannte "Mahnmale dubioser Deals" anschauen. Die Organisation Transparency International sagt, dass die neun virtuellen Skulpturen jeweils einen Skandal der letzten Jahre symbolisieren. Zu sehen ist zum Beispiel ein virtueller Tresor, der Geld in eine offene Hand schüttet.
Außerdem benannten die Initiatoren der Augmented-Reality-Ausstellung den Kossuth-Platz an der Donau in "Platz der Korruption" um. Damit wollen sie darauf aufmerksam machen, wie schlecht Ungarn in den letzten Jahren im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International abgeschnitten hat: Demnach gilt Ungarn unter allen EU-Staaten als das korrupteste Land.
Am 12. April wurde in Ungarn gewählt und die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán nach 16 Jahren abgewählt. Der kommende Regierungschef Péter Magyar hat versprochen, Korruption und Vetternwirtschaft zu bekämpfen.
