Wie wahrscheinlich ist es, dass auch auf anderen Planeten im Weltall Leben existiert?

Das kann niemand wirklich sagen, aber Forschende der ETH Zürich glauben, dass die Erde ein ziemlicher Glücksfall ist - und außerirdisches Leben wohl unwahrschenlicher ist als bisher gedacht. Sie machen das an den Elementen Phosphor und Stickstoff fest. Denn für den Aufbau der DNA ist Phosphor unverzichtbar, und Stickstoff braucht man für Proteine, ohne die Zellen nicht funktionieren. Wie viel dieser Elemente wirklich für den Aufbau von Leben zur Verfügung stehen, entscheidet sich allerdings schon, wenn Planeten entstehen. Es braucht genau die richtige Menge an Sauerstoff, damit Phosphor und Stickstoff auf der Planetenoberfläche gebunden werden - und nicht unerreichbar in den Planetenkern sinken oder ins All entweichen. Modellierungen der Forschenden zeigen, dass das nur selten funktioniert, in einer sehr kleinen Bandbreite.

Auf der Suche nach außerirdischem Leben vor allem nach Wasser Ausschau zu halten, greift zu kurz, sagen die Forschenden. Besser wäre es, nach Sternen zu suchen, die eine ähnliche Sauerstoff-Zusammensetzung haben wie unsere Sonne.