Deswegen haben sie einen gemeinsam entwickelten Forschungssatelliten ins All geschickt. Er ist an Bord einer Rakete vom Weltraumbahnhof Xichang im Südwesten von China gestartet, das zeigt zum Beispiel ein Video vom chinesischen Fernsehsender CCTV. Der Satellit ist knapp eine Tonne schwer und enthält chinesische und französische Instrumente - damit soll er Gammastrahlenausbrüche aufspüren. Solche Ausbrüche gibt es in der Regel, wenn riesige Sterne explodieren oder kompakte Himmelskörper miteinander verschmelzen. Die extrem hellen Gammastrahlen zu beobachten, ist laut Forschenden wie ein Blick in die Vergangenheit - weil sie Milliarden von Lichtjahren quer durchs All zurücklegen. Die Strahlen enthalten Spuren der Gaswolken und Galaxien, die sie bei der Reise durchquert haben. Diese Daten helfen den Forschenden, die Geschichte und die Entwicklung des Universums besser zu verstehen.
Laut CCTV haben die französischen und chinesischen Wissenschaftler fast 20 Jahre lang zusammengearbeitet, um den Satelliten zu entwickeln. Gemeinsame Forschungsprojekte von China und westlichen Ländern gibt es nicht oft - vor allem, seit die USA 2011 ihrer eigenen Weltraumbehörde, der Nasa, verboten hat mit China zusammenzuarbeiten.