Als die Komsomolez sank, da gab es die Mauer noch und das Atom-U-Boot fuhr unter sowjetischer Flagge.

Im April 1989 sank das Atom-U-Boot - die Crew konnte ein Feuer im Maschinenraum nicht unter Kontrolle bringen, 42 Menschen an Bord starben. Das U-Boot liegt seitdem in fast 1.700 Metern Tiefe in der Norwegischen See - mit einem abgeschalteten Atomreaktor und zwei nuklearen Sprengköpfen an Bord.

Norwegische Forschende wollten herausfinden, in welchem Zustand das Wrack ist. Ein Tauchroboter hat entsprechende Proben genommen. Ergebnis: Am Torpedoraum gibt es kaum Auffälligkeiten - den hatte ein russisches Team Mitte der 90er Jahre unter Wasser mit Titanplatten abgedichtet.

Beim Atomreaktor sieht das anders aus - dort wurden hohe Plutonium-Werte gemessen. Die Konzentration von radioaktiven Abbauprodukten wie Cäsium und Strontium lag bis zu 800.000-fach höher als normal. Die gute Nachricht: Im Meeresboden ringsum das U-Boot lässt sich das nicht weiter nachweisen - vermutlich wird das Material nachdem es austritt sofort durch das Wasser verdünnt und abtransportiert. Die Forschenden empfehlen aber, das Wrack trotzdem regelmäßig zu kontrollieren.