Eine Profi-Fußballerin handelt einen neuen Vertrag aus. Dann erfährt sie, dass sie schwanger ist und informiert ihren Verein darüber - daraufhin kommt der Vertrag nicht zustande.
Das hat die schwedische Spielerin Maja Göthberg erlebt. Ihr Verein Lazio Rom in Italien muss ihr dafür jetzt Schadenersatz zahlen - knapp 70.000 Euro. Das hat der Internationale Sportgerichtshof Cas entschieden. Das Gericht sagt: Auch wenn der Vertrag noch nicht unterschrieben war, bestand schon ein Arbeitsverhältnis. Und das wegen der Schwangerschaft zu beenden war rechtlich nicht in Ordnung.
Für die Spielergewerkschaft FIFPRO ist der Fall richtungsweisend für den Umgang mit Schwangerschaften im Profifußball. Und Spielerin Maja Göthberg selbst sagt: Die Gerichtsentscheidung sendet die Botschaft, dass Kinderkiegen niemals als Problem angesehen werden soll.
