US-Moderator Jimmy Kimmel fühlt sich offenbar von der Medienaufsichtsbehörde unter Druck gesetzt.

Er hat angekündigt, ein Politikerinterview nicht wie geplant heute Abend in seiner Sendung bei ABC zu zeigen, sondern nur im Internet. Es geht um das Gespräch mit dem demokratischen Senatskandidaten James Talarico aus Texas. Der liefert sich im Wahlkampf ein knappes Rennen mit seinem republikanischen Gegner. Kimmel sagt, dass die Medienaufsicht offenbar bestimmte redaktionelle Entscheidungen nicht mag und deshalb ihn, seine Show, ABC und auch Lokalsender bedrohe. Denn die übernehmen das ABC-Programm und damit auch Kimmels Show als eine Art Mantelprogramm.

Die New York Times schreibt, dass eine Richtlinie von Januar der Grund für den Schritt ist. Darin schreibt die Medienaufsicht Lokalsendern vor, dass Talkshows verpflichtet sind, Politikern, die für dasselbe Amt kandidieren, dieselbe Sendezeit zu geben. Die Medienaufsicht ist zuständig für die Vergabe von Sendelizenzen und sollte eigentlich neutral sein. US-Präsident Donald Trump hat aber einen seiner Verbündeten an die Spitze gesetzt.