Die Aufgabe der National Science Foundation in den USA ist die Förderung von Forschung.

Im Pazifik und Atlantik macht die US-Behörde jetzt das Gegenteil. Sie legt laufende Meeresforschung still und schickt Schiffe los, um Forschungsbojen mit Messinstrumenten nach und nach aus dem Meer zu holen. Die Bojen sind Teil der "Ocean Observatories Initiative". Sie erfassen seit über zehn Jahren in Echtzeit Daten zu Meeresströmungen, Ökosystemen, Klima und Extremwetter. Aus den offen zugänglichen Messdaten sind inzwischen mehr als 500 wissenschaftliche Studien erstellt worden. Für den Aufbau des Messnetzes hatte die US-Behörde ursprünglich rund 390 Millionen US-Dollar ausgegeben. Es sollte eigentlich noch Jahrzehnte weiterlaufen.

Offiziell ist von einer „Verschlankung“ die Rede, Forschende kritisieren jedoch massive Datenverluste, weil jetzt Messreihen abreißen. Gerade jetzt sei das kritisch: Ein El‑ Niño‑ Ereignis und marine Hitzewellen stehen bevor. Ohne die Sensoren fehlen wichtige Einblicke unter die Meeresoberfläche.

Die Regierung unter US-Präsident Donald Trump schwächt insgesamt Forschung, insbesondere im Bereich Klima und Umwelt.