Künstliche Intelligenz hilft den schwächeren, sie schadet aber den besten. Das ist das Ergebnis eines Tests mit Jura-Studierenden in den USA.

An der Uni von Minnesota machten 48 Studierende ihre Jura-Abschlussprüfung erst ganz regulär. Danach durften sie bei einem zweiten Test die KI GPT-4 benutzen. Die Ergebnisse der Multiple-Choice-Tests wurden dann miteinander verglichen. Dabei kam eine Verbesserung heraus: die Studierenden erreichten im Schnitt etwa 30 Prozentpunkte bessere Ergebnisse. Von der KI profitierten aber vor allem die Schwächeren. Die allerbesten Studenten verschlechterten sich sogar.

Zu viel Vertrauen in die Technik?

Einer aus dem Studienteam glaubt, dass sie wohl nachlässiger wurden, wenn sie Hilfe von der Technik hatten. Und sie verließen sich wohl weniger auf ihren juristischen Sachverstand: Wenn die KI ein Problem schon umrissen hatte, dann fehlte den besten Studierenden die richtige Geisteshaltung, um es noch unabhängig zu bewerten.

Ein Fazit der Studie: Wenn Anwälte KI einsetzen, dann könnte das unterm Strich ausgleichend wirken. Denn die Unterschiede zwischen Elite- und Nicht-Elite-Anwälten würden verringert.