In einer neuen Studie der Universität Chicago kommt die US-Polizei nicht besonders gut weg.

Forschende der juristischen Fakultät haben sich dafür die Polizei in den 20 größten Städten der USA angeschaut. Dabei lag der Fokus speziell auf den Grundsätzen zur tödlichen Gewaltanwendung. Die Forschenden sagen, dass sich nicht eine einzige der 20 untersuchten Polizeibehörden so verhalte, dass alle Minimalstandards der internationalen Menschenrechte erfüllt würden.

Demnach sollte zum Beispiel tödliche Gewalt nur als letztes Mittel angewendet werden, wenn Polizistinnen und Polizisten sich in unmittelbarer Gefahr befinden. Dagegen schreiben die Forschenden, dass einige Polizeibehörden schon tödliche Gewaltanwendung erlaubten, wenn Verdächtige wegliefen oder ein "Verbrechen verhindert" werden könne.

Matthias Wurms, Deutschlandfunk-Nova-Nachrichten
"In vielen US-Städten dürfen Polizisten laut den internen Dienstregeln aber auch schießen, um jemanden an der Flucht zu hindern und in Indianapolis reicht es sogar, dass sie ein Verbrechen verhindern wollen und die Dienstregeln schreiben nicht mal vor, was für ein Verbrechen das sein muss."

Am besten schneiden noch die Polizeibehörden in Chicago und Los Angeles ab, mit Abstand am schlechtesten die in Indianapolis.