Auch Kaulquappen können einen Sonnenbrand bekommen - und das kann gefährlich für ihr Erbgut sein.

Das berichtet ein Team um einen Ökologen der australischen University of Queensland. Das Team hat Kaulquappen erstmal einige Wochen ohne UV-Strahlung aufgezogen. Dann setzten sie die Tiere den Strahlen aus. Die eine Gruppe bekam länger eine schwache UV-Dosis - die andere eine kurze, intensive, wie es sie mittags geben kann. Die UV-Belastung war bei beiden gleich. Aber: Die kurze, intensive Dosis war für die Kaulquappen viel problematischer. Laut dem Team sammelten die so bestrahlten Tiere fast dreimal schneller DNA-Schäden an: die Art von Schäden, die ihr Wachstum beeinflussen oder sie sogar töten können. Und die kleinsten Kaulquappen trugen mehr Schäden davon als die größeren - die Forschenden vermuten, weil sie im Verhältnis zu ihrer Körpermasse eine größere Körperoberfläche haben, was sie anfälliger machen könnte.

Der Ökologe glaubt, dass auch andere Wassertiere wie Fische oder Korallen unter kurzen, intensiven UV-Strahlen leiden könnten. Er sagt, die Ergebnisse sind wichtig, um zum Beispiel die Auswirkungen vom Klimawandel auf Froschpopulationen besser zu verstehen. Die Belastung mit UV-Strahlung hat in einigen Teilen der Erde zugenommen, unter anderem weil menschliche Aktivitäten die schützende Ozonschicht ausgedünnt haben und die Bewölkung teils zurückgegangen ist.