"Vampirtintenfisch aus der Hölle" - das bedeutet der lateinische Name eines achtarmigen Meeresbewohners, der jetzt genauer erforscht wurde.

Zwischen seinen Armen spannen sich Häute - und das hat die Namensgeber wohl an einen Vampir erinnert, der sich in seinen Umhang hüllt. Die Tiere sind friedlich, leben in der Tiefsee und ernähren sich von organischen Abfällen. Jetzt schreibt ein Forschungsteam aus Japan und Österreich im Fachmagazin iScience, dass Vampirtintenfische offenbar einen Übergang in der Evolution darstellen.

Denn die Tiere sehen von außen aus wie Oktopusse - mit ihren acht Armen und Saugnäpfen dran. Von innen zeigt sich allerdings genetisch, dass die Chromosomenstruktur der von Tintenfischen ähnelt. Die gab's in der Evolution früher; sie haben meist zehn Arme, davon zwei mit Fangtentakeln, und keine Saugnäpfe.

Deshalb sagen die Forschenden, dass Vampirtintenfische offenbar genau an der Schnittstelle der Evolution stehen: zwischen den zuerst entwickelten Tintenfischen und den späteren Oktopussen.