In Kenias Amboseli-Nationalpark sind in nur einem Monat 15 Elefanten gestorben - deswegen läuft jetzt eine Untersuchung.

Die Parkbehörde hat Bauern im Verdacht, die Elefanten vergiftet zu haben. Ein Behörden-Tierarzt sagte dem kenianischen Fernsehen, dass im Magen von mehreren toten Tieren Tomaten mit Blausäure gefunden wurden. Die Behörde vermutet, dass Bauern die Tomaten mit dem Gift besprüht haben. Im Gebiet des kenianischen Nationalparks leben Bauern, die oft Probleme mit den Elefanten haben - weil sie auf die Felder kommen und die Ernte wegfressen. Es wäre nicht das erste Mal, dass unliebsame Elefanten vergiftet wurden.

Eine Tierschutzorganisation sagt zu dem Verdacht: Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier zu sorgen.

Die Nationalparkbehörde warnt, dass eine Blausäure-Vergiftung auch andere Wildtiere und Nutztiere in der Region treffen könnte. Für Menschen gebe es aktuell keine Gefahr.

Die Analyse der toten Elefanten hatte gezeigt, dass die Tiere vor ihrem Tod alle ähnliche Symptome hatten - eine Lähmung, wegen der sie irgendwann nicht mehr aufstehen konnten. Betroffen waren vor allem Elefantenkühe und ihre Kälber.