Der Schimpanse Ayumu aus Japan kann aber noch mehr: Er trommelt und singt sozusagen dazu. Ayumu lebt in einem Affen-Forschungszentrum an der Uni Kyoto. Die Fachleute dort sagen, so ein Verhalten hätte man zum ersten Mal beobachtet. Sie haben knapp 90 seiner Musiksessions aus zwei Jahren analysiert. Dabei zeigte sich: Ayumu nutzt gezielt bestimmte Gegenstände um damit verschiedene Geräusche zu machen und ist ziemlich gut darin, einen regelmäßigen Takt zu halten. Dazu machte er unterschiedliche Laute - ähnlich wie Singen.
Und nochwas scheint Ayumu mit Menschen gemein zu haben: Musik machen sorgt wohl auch bei ihm für positive Emotionen. Die Forschenden sagen, seine Mimik sei ist dabei so ähnlich wie beim Spielen. Vielleicht nutzt der Schimpanse das Trommeln zusätzlich zu den Lauten, um seine Gefühle auszudrücken. Das Ganze könnte auch ein Hinweis darauf sein, wie sich Musizieren bei Menschen entwickelt haben könnte.
Die Fachleute vermuten, dass sich die Fähigkeit, gleichzeitig zu Trommeln und zu Singen, wohl nur bei Schimpansen in Gefangenschaft zeigt. Dort fühlen sie sich ausreichend sicher vor Fressfeinden und können sonst verborgene Kompetenzen entfalten.
