Extreme Wetterereignisse nehmen zu – aber sie führen nicht automatisch zu mehr Klimaschutz.

Eine Studie unter anderem von einem Forscher des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie im Fachmagazin Ecological Economics zeigt, woran es liegt.

In einem Laborexperiment spielten Gruppen von sechs Personen ein Klimaspiel: Alle bekamen Geld und konnten freiwillig in einen gemeinsamen Klimafonds einzahlen. Nur wenn die Gruppe ein festgelegtes Ziel erreichte, durften alle ihr restliches Geld behalten. Einige Gruppen erlebten zusätzlich simulierte Extremereignisse, bei denen sie Geld verloren - als Modell für Klimaschäden.

Verbindliche Regeln sind zentral

Das Ergebnis: Die Beiträge stiegen kurz vor solchen Ereignissen zwar an - langfristig änderte sich das Verhalten aber kaum. Entscheidend war eher, ob Gruppenmitglieder konsequent kooperierten oder sich entzogen. Teilnehmende, die kaum zahlten, setzten darauf, dass andere aus Angst vor dem gemeinsamen Verlust mehr beitrugen – oft mit Erfolg.

Die Forschenden sagen: Das unterstreicht, wie wichtig verbindliche Regeln und politische Instrumente sind, um abzusichern, dass alle an einem Strang ziehen.